Heimat – Erlebe Deine Stadt No.5

6. Mai 2016     / / / / / /

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Konntet ihr den Brückentag in der Sonne genießen oder hieß es für Euch auch schuften? 😉

Aber hier ein kleiner Trost: Das Wochenende steht kurz bevor. Wie wäre es dann mit unserem Tipp Heimat No.5?!

Heute berichten wir Euch von unserem Besuch im Deutschen Verpackungsmuseums in der Heidelberger Innenstadt. Das einzige Museum europaweit, das sich mit Verpackungen beschäftigt. Was? Ihr findet nicht, dass das spannend klingt? Dann habt Ihr noch nicht das Glück gehabt, eine amüsante Führung mit Hubert Haarmann (Besucherführer) ausgeschmückt mit Anekdoten aus seiner Zeit im Außendienst bei der Firma Henkel, zu erleben. Wir kamen in diesen Genuss und berichten Euch hier, was uns erstaunte, verwunderte und schmunzeln lies. Taucht mit uns ein in eine Zeitreise der Produktverpackungen namhafter Marken wie Persil, Nivea und dem Heidelberger Studentenkuss.

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Von außen kaum zu erkennen befindet sich das Museum in der liebevoll restaurierten „Nothkirche“ (19. Jahrhundert), welche man durch den Innenhof der Hauptstraße 22 erreicht.

Früher war Verpackung nur ein Schutz für das eigentliche Produkt. Doch dann erkannten die Hersteller, dass bereits hierdurch der erste Kontakt mit dem Kunden entsteht. Verpackungen spiegeln die Lebensführung, unseren Lebensstil, unseren Geschmack, unsere Kultur der jeweiligen Epoche wieder. Farbwelten, Sprache und Formen haben sich in den Jahren sehr verändert. Die Industrie setzt sich das Ziel mit der Produkthülle Kreativität, Emotionen und Ästhetik auszudrücken. Also kann bereits die Verpackung den Wiedererkennungswert der Marke stärken. Genug Marketingsprache. Jetzt zu unseren Eindrücken! 🙂

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Faszinierend, wie sich das Design und somit auch die Wirkung der Verpackung des Heidelberger Studentenkuss in den letzten 86 Jahren verändert hat. Hubert Haarmann erzählte uns sehr verschmitzt, wie er in ein Mädchen vom Raffael Gymnasium verliebt war. Früher waren junge Frauen mit einer Gouvernante in Begleitung in öffentlichen Lokalen und Cafés unterwegs. So war es für junge Männer schwierig ihre Herzdame anzusprechen. Die Kontaktaufnahme entstand über die vermeintlich unauffälligen Pralinenschachteln, die mit einer geheimen Botschaft versehen den jungen Frauen durch die Kellnerin übergeben wurde. Schon damals war das Café Knösel ein Äquivalent zu heutigen Datingportalen – nur wesentlich stilvoller -.

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Na, erkennt Ihr diese Abbildung? Nicht mehr viel übrig geblieben von dem Herstellerlogo der Firma Bahlsen. Nur noch vereinzelt entdeckt man dieses auf ihren Produkten. Schaut doch mal bei Eurem nächsten Supermarktbesuch. Die Schlange ist neben dem weitaus bekannteren Herstellernamen ein Teil des Logos. Diese war ebenfalls auf Sarkophagen ägyptischer Mumien zu finden und bedeutete so viel wie „Du mögest für immer frisch bleiben“. Ein gutes Omen für die Kekse!

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Neben den Designbegeisterten kommen auch die Technikinteressierten auf ihre Kosten. Das Museum hat zwei Verpackungs- und zwei Abfüllmaschinen ausgestellt. Die Verpackungsmaschinen zeigen wie Pralinenschachteln gefalzt, geklebt und geknickt werden und wie Schokotäfelchen in Goldpapier verpackt werden. An besonders aufmerksame Zuschauer verteilt der Museumsführer kleine Kostproben.

Auf einen Blick:

  • Was: Deutsches Verpackungsmuseum
  • Wo: Im Innenhof der Heidelberger Hauptstraße 22
  • Wann:                                                                                                                                                  Mittwoch – Freitag 13 – 18 Uhr / Samstag, Sonntag, Feiertage 11 – 18 Uhr –> Herr Haarmann ist allerdings nur donnerstags da! 😉
  • Wie viel:                                                                                                                                      Erwachsene 5,00 Euro (Heidelberg-Card: 4,50 Euro),
    Ermäßigt: 3,00 Euro (Heidelberg-Card: 2,50 Euro)

 


Text und Bilder: Ann Kathrin Fechner & Desiree Ams